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News

DZD-Forscherin Annette Peters wird Vorstandsvorsitzende der NAKO Gesundheitsstudie

Ab 1. Oktober 2018 übernimmt Prof. Dr. Annette Peters vom DZD-Partner Helmholtz Zentrum München den Vorstandsvorsitz der NAKO Gesundheitsstudie. Die Direktorin des Instituts für Epidemiologie löst Prof. Dr. Klaus Berger von der Universität Münster ab.

Prof. Dr. Annette Peters. Quelle: Helmholtz Zentrum München

Komplettiert wird der neue Vorstand durch Prof. Dr. Markus Löffler (Universität Leipzig), Prof. Dr. Tobias Pischon (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft), Martin Schmidt (Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft) und Prof. Dr. Henry Völzke (Universität Greifswald). Die Amtszeit des neu aufgestellten, ehrenamtlichen Vorstands beträgt drei Jahre.

Annette Peters ist bereits seit 2015 wissenschaftliches NAKO Vorstandsmitglied. Innerhalb  der NAKO verantwortet sie den Bereich Bioproben (Lagerung, Analysen, Konzepte, Genetik/Omics) sowie deren Implementierung und die Geodaten. „Die Kollegen Berger und Ahrens haben sich durch ihren Einsatz und ihre Expertise um die NAKO Studie verdient gemacht“, so die international anerkannte Forscherin über ihren Vorgänger und Professor Dr. Wolfgang Ahrens, der den Vorstand ebenfalls verlässt. „Als Vorsitzender hat Professor Berger wichtige Neuerungen initiiert, wie unter anderem die Einführung von Expertengruppen, die Endpoint Validierung und das ‚Data freeze‘. Damit hat er die Studie richtungsweisend geprägt.“

Umfangreiche Sammlung von Bioproben
Ziel des bundesweiten Projekts ist die Erforschung, Prävention und Therapie großer Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs oder chronischer Lungenerkrankungen. Zu diesem Zweck werden bundesweit rund 28 Millionen Bioproben von 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhoben. Um diese einmalige und wertvolle Sammlung zu verwahren, wurde eigens ein zentrales Bioprobenlager (im Fachjargon Biorepository) konzipiert, welches das Helmholtz Zentrum München für die NAKO betreibt. Das neue Gebäude wird im Oktober feierlich eröffnet werden.

„Die Weichen sind gestellt und mit aktuell über 170.000 Teilnehmenden ist die NAKO Gesundheitsstudie auf einem sehr guten Weg“, so Annette Peters. „Nun wird die Aufgabe sein, aus dieser einmaligen Sammlung umfangreiche Erkenntnisse zu ziehen, die uns im Kampf gegen die großen Volkskrankheiten voranbringen – das ist unser Antrieb.“

Die NAKO Gesundheitsstudie
Seit 2014 werden in der NAKO Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Bis Ende August haben über 175.000 Personen (davon 24.500 an der zusätzlichen einstündigen MRT-Ganzkörperuntersuchung) an der NAKO Studie teilgenommen.