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Partner-Netzwerk RIN Diabetes seit drei Jahren erfolgreich in der Region Düsseldorf aktiv

Anlässlich des dreijährigen Bestehens des Regionalen Innovationsnetzwerks (RIN) Diabetes ziehen rund 80 geladene Gäste und Netzwerkpartner eine positive Zwischenbilanz. Die innovativen Projekte des RIN Diabetes haben das regionale Angebot im Bereich der Diabetesprävention und -versorgung bedarfsorientiert erweitert und ermöglichen eine Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und weiteren Partnern wurden Präventionsprogramme für die Settings Betrieb sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen entwickelt und umgesetzt.

Quelle: DDZ

Der im Rahmen des RIN Diabetes entwickelte Online-Wegweiser (https://rin-diabetes.de/wegweiser) zum Krankheitsbild Diabetes mellitus bietet Betroffenen, Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit ein übersichtliches Angebot an Informationen zu Ärzten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Präventionsangeboten. Zudem wurde durch die Identifikation der für die Menschen mit Diabetes relevanten Forschungsfelder ein wichtiger Schritt zur stärkeren Berücksichtigung von Patientenbedürfnissen bei der Initiierung von Forschungsvorhaben geleistet. Mit dem Thema „Informationsbedürfnisse von Menschen mit Diabetes“ stand die Sicht des Patienten im Fokus der diesjährigen Veranstaltung. „Die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes sind bislang in Deutschland wenig untersucht“, erklärte Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des DDZ.

Prof. Dr. Dr. Andrea Icks, Direktorin des Instituts für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie am DDZ, stellte eine systematische Übersicht über vorliegende Studien zu Informationsbedürfnissen bei Menschen mit Diabetes vor und präsentierte erste Ergebnisse zu Informationsbedürfnissen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Deutschen Diabetes-Studie. Dr. Bernd Hagen vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) berichtete über Erfahrungen aus 15 Jahren Disease-Management-Programmen (DMP) für Menschen mit Diabetes und den damit verbundenen Wandel von Patientenschulungen. Dr. Gabriele Seidel, Geschäftsführerin Patientenuniversität der Medizinischen Hochschule Hannover, befasste sich in ihrem Vortrag mit der Einbindung (betroffener) Bürger zur Steigerung des Selbstmanagements und der Gesundheitskompetenz.

Die Gäste im konnten sich im Rahmen des „Marktes der Möglichkeiten“ über Projekte des RIN Diabetes sowie Netzwerkpartner und deren Dienstleistungen und Angebote informieren. „Die Begegnungen im Netzwerk und der Austausch unter den Partnern sind ein zentraler Bestandteil des RIN Diabetes“, betonte Dr. Olaf Spörkel, Projektleiter des RIN Diabetes. Für ihn ist „die fachübergreifende Diskussion zu aktuellen Fragen in der Gesundheitswirtschaft und (Diabetes-)Versorgung notwendig, um innovative Maßnahmen zur Diabetes-Vorsorge und Forschung gemeinsam zu entwickeln."

Das Projekt RIN Diabetes wurde 2014 am Deutschen Diabetes-Zentrum als inter- und transdisziplinärer Verbund initiiert. Derzeit beteiligen sich über 60 Partner, darunter niedergelassene DiabetologInnen, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Apotheken, Verbände, Firmen, Krankenhäuser und Ämter an dem Projekt. Ziel aller Partner ist es, die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen in Düsseldorf und Umgebung zu verringern, über neue Forschungsansätze und Therapiemöglichkeiten der Krankheit zu informieren, die Anzahl an Diabetes-bedingten Spätkomplikationen wie Nerven- und Organschäden zu senken und präventiv im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ein Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung im Alltag zu schaffen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://rin-diabetes.de