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Forschen für eine Zukunft
ohne Diabetes

„Forschen für eine Zukunft ohne Diabetes - das ist die Mission des DZD, die uns anspornt und vereint.“

Prof. Martin Hrabě de Angelis, DZD-Vorstand

Forschen für eine Zukunft
ohne Diabetes

„Durch die deutschlandweite Kooperation können Multicenterstudien mit der erforderlichen Teilnehmerzahl durchgeführt werden.“

Prof. Michael Roden, DZD-Vorstand

Forschen für eine Zukunft
ohne Diabetes

„Besonderes Augenmerk legt das DZD auf einen zeitnahen Transfer
der Ergebnisse aus dem Labor in die medizinische Versorgung.“

Prof. Michele Solimena, DZD-Sprecher

Forschen für eine Zukunft
ohne Diabetes

„Das Besondere an der Forschung im DZD ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen.“

Prof. Annette Schürmann, DZD-Sprecher

DZD - Deutsches Zentrum
für Diabetesforschung

Düsseldorf, 08.11.2018

Professor Michael Roden erhält Morgagni Goldmedaille 2018

Professor Michael Roden, Vorstand am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetesforschung, Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf und Vorstand des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD e.V.) wurde mit der Morgagni Goldmedaille 2018 ausgezeichnet. Mit dem nach dem italienischen Arzt, Anatom und Begründer der modernen Pathologie benannten Preis, Giovanni Battista Morgagni, ehrt die medizinischen Fakultät der Universität Padua (Italien) seit mehr als 30 Jahren internationale Spitzenforscher auf dem Gebiet des Stoffwechsels des Menschen.

Roden erhielt den Preis auf dem Morgagni Symposium 2018 in Venedig, der alle zwei Jahre stattfindenden wissenschaftlichen Tagung der medizinischen Fakultät der Universität Padua. „Dieser Preis stellt eine besondere Anerkennung für die langjährige Zusammenarbeit mit jungen Nachwuchswissenschaftlern und für die kontinuierliche Forschung meiner Arbeitsgruppen dar“, erklärte Prof. Michael Roden, Vorstand am DDZ. In seinem Vortrag „Metabolische Signale als Regulatoren der Energiehomöostase beim Menschen“ zeigte Roden Prozesse auf, die die Störungen des zellulären Stoffwechsels beim Menschen auslösen. Diese Erkenntnisse lassen die Entstehung und den Verlauf des Diabetes einschließlich seiner Komplikationen besser verstehen. Langfristig hoffe er als Leiter der Deutschen Diabetes-Studie, den Patienten Antworten geben zu können, wie sich Folgeerkrankungen bei Diabetes vermeiden ließen.

Zur Person:
Roden habilitierte sich an der Universität Wien mit einer Arbeit über die „Modulation der hepatischen Insulinsensitivität“. Nach einem Forschungsaufenthalt als Max-Kade Fellow an der Yale Universität, USA, kehrte er nach Wien zurück, wo er ab 2004 als Vorstand des Lehrkrankenhauses der Medizinischen Universität Wien am Hanusch-Krankenhaus tätig war und das Karl-Landsteiner-Institut für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten leitete. Im Jahr 2008 wechselte er als W3-Professor an die Heinrich-Heine-Universität nach Düsseldorf und übernahm die Funktion des Sprechers des Vorstandes des DDZ. Seit 2009 ist er zudem ein Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD e.V.). Seine Erfahrungen auf den Gebieten des Diabetes und der Endokrinologie bringt er als Mitglied des Wissenschaftsrates und Vorsitzender des Medizinausschusses beratend für die Bundesregierung ein.

Zu seinen Forschungsgebieten zählen unter anderem die Erforschung des Energiestoffwechsels des gesunden Menschen, und im Besonderen der Patienten mit Diabetes mellitus und Adipositas. In den letzten Jahren konzentrierte sich seine Arbeit auf die Funktion der Mitochondrien in Muskel und Leber, wobei er mit seiner Gruppe zu neuen Methoden der nicht-invasiven Messung mittels Magnetresonanzspektroskopie beitrug. Seine neuesten Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Mitochondrien-Funktion den Verlauf von Komplikationen des Diabetes wie der NAFLD entscheidend beeinflusst.

Der Preis
Der Morgagni-Preis wurde 1984 von einer Gruppe renommierter Forscher der medizinischen Fakultät der Universität Padua, einer der ältesten Universitäten Europas, ins Leben gerufen. Benannt ist die Auszeichnung nach dem bekannten Anatom Giovanni Battista Morgagni (1682-1771). Nach Morgagni sind in der medizinischen Terminologie eine Reihe von Befunden benannt, darunter das Morgagni-Syndrom. Mit der Auszeichnung werden Wissenschaftler prämiert, die im medizinischen Gebiet des menschlichen Stoffwechsels eine ausgewiesene Expertise aufweisen; so bereits Lelio Orci (Schweiz), Claes Wollheim (Schweiz), H. H. Parving (Dänemark) und J. Tuomilehto (Finnland). Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.morgagni-prizes.com/

 

Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) versteht sich als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Gleichzeitig soll die epidemiologische Datenlage in Deutschland verbessert werden. Federführend leitet das DDZ die multizentrisch aufgebaute Deutsche Diabetes-Studie. Es ist Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen, bereitet wissenschaftliche Informationen zum Diabetes mellitus auf und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das DDZ gehört der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) an und ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.).

Ansprechpartner am DDZ für weitere Fragen ist:
Christina A. Becker
Pressesprecherin
Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)
Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Tel.: 0211-3382-450
E-Mail: Christina.Becker(at)ddz.uni-duesseldorf.de

 

Pressekontakt

Birgit Niesing


+49 (0)89 3187-3971

Preisträger der Morgagni Goldmedaille 2018, der renommiertesten Auszeichnung für die Erforschung des Stoffwechsels in Europa, Professor Michael Roden (rechts) mit Professor Antonio Tiengo. Quelle: DDZ